
Funktionsweise der verschiedenen Filtertypen
Nicht alle Verunreinigungen im Trinkwasser lassen sich auf die gleiche Weise herausfiltern. Deshalb kommen in unseren Wasserfiltern unterschiedliche Filtertechnologien zum Einsatz – entweder einzeln oder in Kombination. Je nach Bedarf können so beispielsweise Pestizide und PFAS reduziert, Partikel entfernt, Kalkablagerungen vermindert oder eine zusätzliche Barriere gegen Bakterien geschaffen werden.
1. Aktivkohleblock auf Kokosnussbasis – Die Grundlage unserer Trinkwasserfilter
Aktivkohle funktioniert hauptsächlich durch Adsorption. Das bedeutet, dass sich zahlreiche organische Stoffe an der sehr großen inneren Oberfläche der Aktivkohle anlagern, während das Wasser durch den Kohleblock fließt.
Gleichzeitig wirkt der gepresste Aktivkohleblock als physikalische Barriere gegen Partikel. Wie fein die Filtration erfolgt, hängt von der jeweiligen Filterkartusche ab. Beispielsweise verwendet Oceano einen Aktivkohleblock mit einer nominalen Filterfeinheit von 0,5 Mikrometern (µm).
Die Aktivkohleblockfiltration wird unter anderem zur Reduzierung folgender Stoffe eingesetzt:
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Pestizide und Herbizide
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Ausgewählte PFAS-Verbindungen, darunter PFOS, PFOA und PFNA
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Chlor, Chloramine und Nebenprodukte der Chlorung
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VOCs (flüchtige organische Verbindungen) und andere organische Stoffe
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Arzneimittelrückstände
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Ausgewählte Schwermetalle
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Mikroplastik und Partikel
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Sand, Rost und Sedimente
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Unerwünschte Geschmacks- und Geruchsstoffe
Ein wichtiger Vorteil besteht darin, dass natürlich vorkommende Mineralstoffe im Wasser nicht wie bei der Umkehrosmose entfernt werden.
Eingesetzt unter anderem in: Ecoline AB22, der Ecoline Duo-Serie, Oceano und den größeren Acero-Filtersystemen.
2. Doppelter Aktivkohleblock – Erhöhte Filterkapazität
In Filtern wie dem Ecoline Duo AB22+ werden zwei separate Aktivkohleblöcke hintereinander eingesetzt.
Das Funktionsprinzip entspricht dem eines einzelnen Aktivkohleblocks. Allerdings kommt das Wasser mit einer insgesamt größeren Menge Aktivkohle in Kontakt und durchläuft zwei Filterstufen. Dadurch kann die Reduzierung bestimmter Verunreinigungen deutlich verbessert werden.
Dies ist besonders vorteilhaft, wenn eine erhöhte Filterleistung bei organischen Verbindungen, Pestiziden und ausgewählten PFAS-Verbindungen wie PFOA, PFNA und PFOS gewünscht wird.
Ideal für: Haushalte, die eine besonders leistungsfähige Aktivkohleblockfiltration wünschen, jedoch keinen besonderen Bedarf an Bakterienfiltration oder Kalkreduzierung haben.
3. 0,01-µm-Ultrafiltration – Die physikalische Barriere
Die Ultrafiltration funktioniert anders als Aktivkohle. Hier fließt das Wasser durch eine besonders feine Membran mit einer Porengröße von 0,01 Mikrometern.
Die Membran wirkt als physikalische Barriere und hält sehr feine Partikel sowie Bakterien zurück.
Deshalb kombinieren die Ultra-Filter von Holmblad die Aktivkohleblockfiltration mit der Ultrafiltration (UF). Während der Aktivkohleblock hauptsächlich chemische und organische Verunreinigungen reduziert, bietet die UF-Membran eine zusätzliche mikrobiologische Filterbarriere.
Aktivkohleblock → PFAS, Pestizide, Chlor, organische Verbindungen, unerwünschte Geschmacks- und Geruchsstoffe usw.
0,01 µm UF → Bakterien und sehr feine Partikel.
Dieser Unterschied ist wichtig: Die UF-Membran ist nicht hauptsächlich für die Reduzierung von PFAS und Pestiziden verantwortlich. Diese Aufgabe übernimmt der Aktivkohleblock.
Eingesetzt in: Ecoline Duo Ultra und Ecoline Triple Ultra.
4. Sedimentfilter – Schutz vor Sand, Rost und größeren Partikeln
Ein Sedimentfilter ist ein mechanischer Vorfilter. Das Wasser fließt durch ein poröses Filtermaterial, das Partikel ab einer bestimmten Größe zurückhält.
Beispielsweise verwendet der Ecoline Triple Ultra einen 20-µm-Vorfilter, der vor dem Aktivkohleblock und der UF-Membran angeordnet ist.
Dieser Vorfilter hält unter anderem Sand, Rost und größere Partikel zurück und schützt gleichzeitig die nachfolgenden Filterstufen vor unnötigen Verstopfungen.
Besonders relevant bei:
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Privaten Bohrbrunnen
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Brunnenwasser
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Älteren Wasserleitungen und Hausinstallationen
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Wasser mit einem hohen Gehalt an Sedimenten oder Schwebstoffen
5. Anti-Kalk-Filtration – Reduzierung von Kalkablagerungen
Die Anti-Kalk-Filtration erfüllt einen anderen Zweck als Aktivkohle und Ultrafiltration.
Ihr Hauptziel besteht darin, die Neigung der im Wasser gelösten Calcium- und Magnesiumsalze zur Bildung harter Kalkablagerungen zu verringern – beispielsweise an Wasserhähnen, Heizelementen, Kaffeemaschinen und Wasserkochern.
Deshalb kombinieren mehrere unserer Filtersysteme spezielle Anti-Kalk-Filtermedien mit Aktivkohleblöcken. So werden sowohl ausgewählte Verunreinigungen reduziert als auch Kalkablagerungen vermindert.
Oceano kombiniert beispielsweise einen 0,5-µm-Aktivkohleblock auf Kokosnussbasis mit Polyphosphat-Technologie, um die Bildung von Kalkablagerungen zu reduzieren.
Eingesetzt in: Ecoline Duo AL und Oceano.